Trügerische Idyllen, scheinbare Ordnung, das Hinterfragen von Selbstverständlichem das alles ist das Terrain auf dem sich Peter Skubic bewegt. Unter dem Titel „spiegelverkehrt“ ist aus Anlass des 70. Geburtstags des international renommierten Wiener Künstlers eine umfangreiche Werkschau spiegelnder Schmuckobjekte zusammengestellt worden.
Peter Skubic ist immer für eine Überraschung gut. Man kann bei ihm nie vorhersagen was kommt und wie es weitergeht. Dass er sich nicht nur auf dem Gebiet der grandiosen Konstruktionen bewegen kann hat er schon öfter gezeigt. Weniger verbreitet - aber für ihn als Künstler sicher ebenso wichtig - sind Arbeiten, in denen sich sein Hang wiederfindet, Dinge zu hinterfragen, ironische Anmerkungen zu machen und Zusammenhänge zu kommentieren.
So beschäftigt Peter Skubic das Thema "sichtbar - unsichtbar" schon lange. 1975 ließ er sich ein Stück Edelstahl unter die Haut operativ einsetzten, das er eine geraume Zeit im linken Unterarm trug - unsichtbar für die Welt, um es sich dann 1982 wieder herausnehmen zu lassen. Er verbarg diese "Reliquie" in einer Truhe, die Bestandteil eines Ringes ist. So bleibt sie vorhanden und unsichtbar.
Abwesenden Schmuck hat das T-Shirt zum Thema auf das er statt der üblichen Firmenlogos, den Schriftzug "Hier fehlt Schmuck" aufgebracht hat. Eine Zweideutigkeit an sich schon, denn das T-Shirt selbst schmückt allein schon durch diese Aufschrift. Dennoch ist das auch eine Aufforderung an alle Schmuck zu tragen - am besten natürlich von Peter Skubic.
Zum Herunterladen als pdf-Datei: Rede von Willi Lindemann, künstlerischer Leiter der Stadt Idar-Oberstein, zur Ausstellungseröffnung in der Villa Bengel [
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